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Jagdhörner waren seit Urzeiten untrennbar mit der Jagd verbunden. Hergestellt aus Naturmaterialien hatten sie einen begrenzten Tonumfang. Erst mit den neuen Metallverarbeitungsmöglichkeiten entwickelten sich kleine und große Hörner mit bis zu drei Oktaven.
In Zeiten, als die Erfindung des Handys noch weit entfernt war, z. B. zur Jagd an den Fürstenhöfen, wurden Hörner als Signalgeber verwendet. Auch über weite Entfernungen erklang ihr Schall durch die Wälder, um z. B. der Jagdgesellschaft mitzuteilen, dass die Jagd beendet sei oder der Hirsch bereits erlegt. Das Parforcehorn war deshalb so beliebt, da man es sich mit einer Bewegung um den Hals hängen konnte und somit weder auf dem Pferde noch mit der Büchse eingeschränkt war. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde durch den Oberstjägermeister am kaiserlichen Hof, Fürst Pless, das kleine Horn bei Hofjagden eingeführt. Man nannte es fortan Fürst-Pless-Horn. Es war beim preußischen Militär entstanden. Ein Teil der heutigen Jagdleitsignale lässt sich teilweise von Militärsignalen ableiten.
In der Bundesrepublik Deutschland lebt das Jagdhorn erst in den späten Nachkriegsjahren auf, als die Jagd wieder ausgeübt werden konnte. Seit dieser Zeit haben sich namhafte Komponisten wie Reinhold Stief oder Johann Hayden der jagdlichen Musik angenommen und sie zum konzertanten Stil hin entwickelt.
In den 50er Jahren wurde erstmals ein offizieller Auftritt der Jagdhornbläser im Freisinger Tagblatt veröffentlicht. Danach gründete Michael Traegler 1961 eine Bläsergruppe, die von Hauptschullehrer Adolf Pecher in einer gemischten Gruppe mit Parforce- und Fürst-Pless- Hörnern unterrichtet wurde. Dabei pflegte man Jagdmusik und Geselligkeit.
Neue Kompositionen und Arrangements bereicherten die Jagdhornbläserwettbewerbe seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dies führte insgesamt zu einem erheblichen qualitativen Aufschwung jagdlichen Musizierens, damit auch der öffentlichen Anteilnahme. Bei diesen Wettbewerben geht es vor allem um das notengerechte Spielen, das Zusammenwirken der Gruppe und den Gesamteindruck. Preisrichter sind erfahrene Musiker und Komponisten. Diese Wettbewerbe finden bis heute großen Anklang. Austragungsorte finden sich nicht nur in Bayern oder Deutschland, sondern auch in Tschechien, Ungarn, Schweiz, Österreich und vielen anderen Ländern.
Viele Gruppen treten bei internationalen Wettbewerben im Ausland an, genauso sind immer mehr Gastgruppen aus anderen Ländern in Bayern zu finden. Die Wettbewerbe dienen nicht nur der Festlegung der Erstplatzierten, sondern auch der Völkerverständigung und Knüpfung neuer Freundschaften. Die Krönung des Wettbewerbsgeschehens sind die Abschlusskonzerte mit allen teilnehmenden Gruppen. Bisweilen erklingen dabei über 1000 Hörner und hinterlassen einen bleibenden positiven Eindruck.
Auch die Jagdhornbläsergruppe des Jagdschutz und Jägervereins Freising nahm regelmäßig seit 1976 an Bläserwettbewerben teil und erhielt immer die goldene Hornfesselspange als Zeichen ihrer sehr guten Platzierungen. Unter Leitung von Willi Lugsch erreichte die Gruppe 1978 sogar den 1. Platz beim Bayerischen Landesbläserwettbewerb in Memmingen.
Als die Bläsergruppe unter der Leitung von Anita Weimann mit weiteren sehr guten Plätzen bei bayerischen Wettbewerben auf sich aufmerksam machte, stellte sie sich auch internationalen Herausforderungen. 2009 erreichte sie sogar den 2. Platz in der höchsten Wertungsgruppe beim 26. Eidgenössischen Jagdhornbläserfest in Baden bei Zürich. Dieser wurde mit der begehrten grüngoldenen Kordel belohnt, die einem Bläser nur einmal im Leben verliehen wird. Auch in Sankt Veit an der Glan, Kärnten, konnte die Gruppe 2010 eine gute Platzierung erreichen. 2013 gab Anita Weimann die Leitung der Bläsergruppe an Karl Heinz Richter ab.
Die Jagdhornbläser haben vielschichtige Aufgaben in der Kreisgruppe und der Öffentlichkeit. Sie treten bei Geburtstagen, Hochzeiten, Hubertusmessen, Ausstellungen oder zu offiziellen Auftritten von Politikern auf. Sehr beliebt sind auch Führungen durch Reviere, die Teilnahme bei musikalischen Festen, z. B. dem „Dellnhauser Volksmusikfest“, aber auch zum Oktoberfesteinzug sind sie aktiv. Sie ehren und verabschieden die verstorbenen Mitglieder des Vereins bei Beerdigungen mit dem letzten Halali.
Seit 1970 feiert der Jagdschutz- und Jägerverein jedes Jahr im November, zum Gedanken an den Schutzpatron, den Hl. Hubertus, die Hubertusmesse im Hohen Dom zu Freising. Diese wird nicht nur von den Jagdhornbläsern musikalisch umrahmt, sondern auch von der „Schwoaga Stubnmusi" und dem „Holledauer Jägerchor“.
Schon am Vormittag der Hubertusmesse erschallen die Hörner am Marienplatz in Freising, wo die Marktbesucher einheimisches Wildbret am Stand der Freisinger Jäger erwerben können und sich die Jäger gerne auch den Fragen der Besucher stellen.
2012 entstand aus den Live-Aufnahmen im Dom eine CD. Wenn Sie eine CD bestellen wollen, schicken Sie bitte eine Mail an vorstand@jagd-freising.de mit Angabe Ihres Namens und Ihrer Adresse. Den fälligen Betrag von 15.00 € pro CD überweisen Sie bitte als Vorkasse auf das Konto des Jagdschutz- und Jägervereins Freising bei der Sperrerbank Freising
IBAN: DE 67 700 310 00 000 005 6135
BIC BHLSDEM1XXX
Als Verwendungszweck geben Sie bitte auf der Überweisung "Bläser-CD" an. Nach Eingang des Betrags wird die CD umgehend abgeschickt.
Wenn Sie per E-Mail Kontakt mit der Bläsergruppe aufnehmen möchten, benützen Sie bitte diesen Link blaesergruppe@jagd-freising.de
Denn, wir bilden auch Nachwuchs aus:
Erforderlich sind, anders als oft gedacht, nicht Jagdschein oder musikalische Vorkenntnisse, sondern Interesse an bayerischem Kulturgut in geselliger Runde.
Wir stellen Ihnen Leihinstrumente und einen erfahrenen Musiker, der Ihnen das Jagdhornblasen nahe bringt. Die Proben finden immer am Donnerstag, 20:00 Uhr, im Gasthaus Hörhammer in 85406 Zolling, Freisinger Str. 4 statt.
Bläserleiter:
Dr. Heinz Steinberger
Berfeldstr. 29
85301 Schweitenkirchen
Tel.: 08444/1010
Stellvertretende Bläserleiterin:
Nicole Kölbl
Vöttingerstr. 51
85356 Freising
0160-90282822
Wir sind auch in facebook
www.facebook.com/jagdhornblaeserfreising
Bis bald, Eure Bläserinnen und Bläser
Bläserleiter Holledau: Hans Huber jun. - Reichersdorf 9a - 85408 Gammelsdorf - Tel: 087669-1303 oder 08709-920074
hans-huber11@freenet.de
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